Lotus Special
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Die Geschichte von Lotus

Lotus ist eine der wenigen Gesellschaften neben Ferrari, die Grand Prix Gewinner, konkurrenzfähige Sportrennwagen und erfolgreiche Straßenfahrzeuge produzieren. Lotus-Cars war das geistige Produkt von Anthony Colin Bruce Chapman, aber sein erster Versuch 1947 ein Fahrzeug zu bauen war ein Reinfall und weit von dem entfernt was die Firma heute produziert.

Chapman und sein Londoner Mitstudent Colin Dare waren im Autohandel tätig, blieben aber auf einer großen Menge Gebrauchtwagen sitzen, als die damalige Regierung das Benzin rationierte. Das einzige Auto das sie überhaupt nicht loswerden konnten, war ein Austin Seven Saloon, den Chapman in einen sehr erfolgreichen Versuchswagen umwandelte und Lotus nannte. 1949 folgte ein verbessertes Modell, das sogar an Rennen teilnahm.

Der Erfolg des Lotus MK 3 - der für 750 Motor Club Racing gebaut wurde - bewirkte eine Reihe von Nachbauten. Chapman und sein langjähriger Helfer Michael Allen gingen mit diesen Fahrzeugen in Produktion, und gründeten 1952 die Firma Lotus Engineering Co., zu diesem Zeitpunkt war Chapman noch Teilzeitbeschäftigter bei British Aluminium.

Die erste richtige Lotusproduktion, der MK 6, kam 1953 auf den Markt. Der Lotus MK 6 wurde zuerst als Bausatz angeboten, doch bald erkannte Chapman, dass die Firma sich von einem Zulieferer zu einem Hersteller entwickeln musste. Der MK 6 schaffte den Durchbruch für die Firma und wurde dann als Komplettfahrzeug angeboten. Mit der zunehmend arbeitsaufwendigen Produktion für dieses Auto und den Erfolgen, der windschnittigen Sport-Renner MK 8 und 9, hatte Chapman 1955 schließlich ein Full Time Job bei Lotus.

Die Firmen erste geschlossene straßentaugliche Sportwagenproduktion war der Elite, der 1957 angekündigt wurde, aber erst Ende 1958 in der neuen Cheshunt Fabrik in Produktion ging. Dieses war die erste aus Glasfiber geformte Sportwagenkarosserie der Welt. Aber sie war fürchterlich teuer und aufwendig zu produzieren, so dass sie beinahe die Firma ruinierte.

1959 wurde Lotus Cars LTD gegründet um mit dem Elite zu handeln, während Lotus Components LDT den preiswerten Lotus MK 7 vermarktete und den Rennsport förderte. Lotus nahm nun am Grand Prix teil und gewann seinen ersten Weltmeistertitel mit Sterling Moss 1960 in Monaco. Insgesamt gewann Lotus 75 Weltmeisterschafts-Grand Prix, ein Rekord der nur von Ferrari geschlagen wurde.

In den sechziger Jahren, veränderte sich der Schwerpunkt der Firma vom Renn- zum Straßenwagen. 1962 begann die Produktion des Lotus Cortina, eine Hochleistungsversion von Ford Mittelklasselimousinen mit Rennaktivitäten unter dem Namen Team Lotus, eine private Firma Chapmans. 1963 begann die Produktion des Lotus Elan, der wie der Cortina, mit Fordmotor mit doppelter Nockenwelle gebaut wurde. In den folgenden Jahren erschienen weitere Straßenmodelle, wie der Europa oder der Esprit, die aber nie die Popularität des Elan erreichen sollten. Lotus zog im Jahre 1967 nach Hethel in Norfolk um und wurde im folgenden Jahr publik. Das Ergebnis war die Gründung der Group Lotus Cars Companies LTD.

1971 wurde die in Schwierigkeiten geratene Firmentochter Lotus Racing geschlossen, was das Ende der Privatrennwagenproduktion bedeutete. In den Siebzigern und frühen Achtzigern veränderte sich das Gesicht von Lotus. Die Autos gehörten jetzt zur Oberklasse und die Firma begann mehr Auftragsarbeiten im Entwicklungsbereich für andere Autohersteller auszuführen. Die Firma hatte einen guten Ruf für Innovationen und Konstruktionstechniken. der dem Einfallsreichtum Chapmans zu verdanken war. Heute spiegelt die Produkte dieses wieder und die Firma ist weltweit führend im Bereich der Chassis-Entwicklung.

Chapman starb 1982, aber die Lotus Group führte seine Ideen weiter, angeführt vom dynamischen Michael Kimberley. Unterstützung kam auch von David Wickens großer British Cars Auctions Group und Toyota. Ein Schritt der 1983 angekündigt wurde.

Ende 1985 wurde General Motors zum Mehrheitseigner von Lotus.

Stückzahlen

 

 

 

 

 

Modell

Typ

Stückzahl

Lotus Six

MK VI

ca.110

Seven

Seven

2477

Elite

14

1078

Elan Coupé/Cabrio

 26/50/100

21247

Lotus Cortina (Ford)

MK I

2894

Lotus Cortina (Ford)

MK II

4032

Europa S1 / S2

46/47/54/65/74

9887

Elite/Eclat/Exel

75/76/83/84/89

6213

Esprit

79/82/85/114

10676

Talbot Sunbeam Lotus

81

2308

Lotus Omega/Charlton

104

950

Lotus Elise/Exige

111

ca.15000 bis heute

colin-chapman

DAS GEHIRN DER FORMEL 1

Colin Chapman: Eine Personenbeschreibung

Man muss sich endlich von diesem absurden Vorurteil lösen, dass dieser Colin Chapman ein technologischer Hasardeur gewesen sei. Einer, dem alles Menschliche so fremd war, dass er das Leben nicht im Geringsten respektierte. Ein Diktator, der seine Mitarbeiter wie Sklaven ausbeutete. Alles was diesbezüglich in den letzten vier Jahrzehnten geschrieben wurde, und es war gewiss nicht wenig, ist, noch vorsichtig ausgedrückt Unsinn und gehört eigentlich in den Papierkorb. Vorurteile werden nicht dadurch wahrer, in dem man sie permanent wiederholt.

Der 16. Dezember 1982 war ein bitterkalter Wintertag mit Eis und noch mehr Schnee. Es ist der Tag, an dem Colin Chapman mitten in der Nacht einen Herzinfarkt erlitt. Die Mitarbeiter von Team Lotus in Schloss Ketteringham Hall waren längst gegangen, Chapman war in seinen privaten Räumen schon mehrere Stunden lang allein. Er starb wie sein grosser Rivale Enzo Ferrari einige Jahre später: Sehr, sehr einsam. Genies haben keine Freunde, sondern bestenfalls Bewunderer. Dafür um so mehr Feinde. Bei Enzo Ferrari war das in jeder Hinsicht genauso, doch der Italiener erreichte das gesegnete Alter von 90 Jahren, und dies fast bis zum Ende bei relativ stabiler Gesundheit. Colin Chapman ist jung gestorben, mit nur 54 Jahren, und viele davon wurde er von höllischen Magenschmerzen regelrecht gequält.

Auf dem Gipfel höchster Leistung ist die Luft sehr, sehr dünn. Da ist der Absturz fast schon vorprogrammiert. Um das Genie gruppieren sich Demagogen, Opportunisten und Selbsterniedrigende Befehlsempfänger. Diese Entourage ist bizarr und sie ist unheimlich. Da ist überall Raum für Verschwörungen, aber nicht der geringste Platz für Vertrauen. Das Genie braucht deshalb Härte, eiskalte Berechnung und vor allem permanente Wachsamkeit. Die Gefahr, dabei wahnsinnig zu werden, ist ungeheuer groß. Es ist ein Szenario, das auch in den Archipel Gulag gepasst hätte. Man kann dieses dreckige Spiel mitspielen oder man kann es bleiben lassen, nur wird man diesem Falle daran zugrunde gehen.

Colin Chapman war ein Generalist, der grosse, historische Lösungen liebte. Detailversessen wie Ron Dennis war er nicht und deshalb auch nicht so spiessig. Chapman war diplomierter Ingenieur, nicht Mechaniker. Der Sohn eines Hotelmanagers gehörte von Geburt an zum Mittelstand. Im anglo-amerikanischen Raum ist der Begriff der Elite nicht negativ besetzt. Wer zu ihr gehört, braucht Werkzeuge nicht mehr anzufassen, kann es sich zeitgleich aber wieder leisten, Sponsorjacken statt Gucci-Anzügen zu tragen. Colin Chapman war eine durch und durch elegante Persönlichkeit, auch in sportlicher Kleidung. Manchmal wurde er, etwa an einem Flughafen, mit dem Amerikanischen Filmschauspieler David Niven verwechselt und die Ähnlichkeit mit ihm ist wirklich sehr, sehr auffällig. Chapman war grosszügig und meistens charmant, aber er war extrovertiert wie ein Südeuropäer. Gerade deswegen musste man sich im Spanien zu Franco-Zeit ernsthafte Sorgen machen und auch sonst hat es zwischen ihm und der Polizei, nun sagen wir, manchmal Meinungsverschiedenheiten gegeben. Chapman war, immer offen, immer direkt, manchmal auch vor den Kopf stoßend, weder Diplomat, noch Politiker. Gerade deswegen hätte es F.I.S.A.-Präsident Jean-Marie Balestre es so gerne gesehen, wenn er Bernie Ecclestone am Anfang der achtziger Jahre an der Spitze der Formula One Constructors Association abgelöst hätte. Als Stratege war Chapman um keine Kriegslist verlegen, als Partner war er geprägt von einer Loyalität, die man bei ihm niemals vermutet hätte.

Chapman, der Gentleman am Limit, war ein Individualist, der viel kreativen Spielraum brauchte. Kreative Persönlichkeiten sind niemals einfach und eine simple Persönlichkeitsstruktur ist auch nicht unbedingt ein Kompliment, es sei denn, man umgibt sich grundsätzlich nur mit Beamtenseelen. Visionen kann man nicht verwalten, man muss sie leben, und das kostet enorm viel Substanz. Colin Chapman´s Designer Maurice Phillippe hat das, viele Jahre nachdem er Team Lotus verlassen hatte, irgendwann nicht mehr geschafft. Da setzte er seinem Leben ein Ende, in seinem Garten und an einem Apfelbaum. Manche Mitarbeiter Chapmans wuchsen an ihm, wie Emerson Fittipaldi, Herbie Blash, später Mario Andretti und Nigel Mansell. Andere zerbrachen an ihm wie Dave Walker, John Miles oder Eddie Dennis. Adjutant Peter Warr hielt härtestem Druck stand, er führte das Team ab 1983 als Vermächtnis weiter, obwohl es Hazel Chapman, Colins Witwe, ganz alleine gehörte. Wenn keine Sponsoren mehr da sind, wenn die Fernsehkameras ausgeschaltet sind, geht es in Grand Prix Teams oft zu, wie auf dem Bau oder beim Militär, machen wir uns da ja nichts vor. Man muss, das ist ja oft diskutiert worden, nicht unbedingt verrückt
sein, mit dem Grand Sport verwickelt zu sein, aber es hilft einem wirklich. Colin Chapman war im Motorsport, weil er den Wettbewerb liebte. Auf der Piste ebenso wie in der Fabrik oder im Konstruktionsbüro. Chapman wollte Siege, keine Punkte. Da stand er ganz im Gegensatz zu seinem eher rustikalen Rivalen Ken Tyrrell, vor
allem aber zu Bruce McLaren, der ja immer Fahrer und Konstrukteur in Personalunion war. Nur wenige wissen heute, dass auch Chapman seine Autos einst auch selbst gefahren hatte.

Das waren seine ersten, ultraflachen Lotus Sportwagen,
mit denen er sogar zu den 24 Stunden von Le Mans angetreten war. Zum einem Grand Prix-Cockpit kam er nur ein einziges Mal: Für den Grand Prix von Frankreich 1956 in Reims war er bei Vanwall Teamkollege des späteren Weltmeisters Mike Hawthorn (1958 bei Ferrari). Colin Chapman qualifizierte sich für einen ausgezeichneten fünften Startplatz. Doch beide Vanwalls kollidierten wenig später im Training und Chapmans Auto ließ sich vor Ort nicht mehr reparieren. Seit dem Grand Prix von Monaco 1959 war Chapman selbst Chef eines Grand Prix Teams mit Graham Hill und Cliff Allison, der beim Debut gleich Platz 6 belegte. Von da an stand er nur noch auf der anderen Seite der Leitplanke, war meistens der Boss, selten die Vaterfigur, niemals der Kumpel.

Colin Chapman war in der Tat jener Minimalist, für den er immer hingestellt wurde. "Ich nehme niemals von irgendetwas zuviel," hatte er einmal gesagt. Leichtbau war Philosophie, nicht Ideologie. Im Mittelalter waren Philosophie und Mathematik nicht voneinander getrennt und die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts waren das Mittelalter des Rennwagenbaus. Keine Frage, Lotus-Rennwagen erlitten viel häufiger Defekte am Chassis, viel häufiger Materialbrüche als die Autos der Mitbewerber. Lotus-Rennwagen waren aber auch mit Abstand am schnellsten. Leichtbau ist nicht per se gefährlich, aber in den sechziger Jahren war vieles noch nicht erforscht. Colin Chapman arbeitete, anders als viele Konstrukteure jener Zeit, mit wissenschaftlichen Methoden, deren Richtigkeit unbestritten ist. "Der beste Rennwagen ist derjenige, der nach der Ziellinie zusammenbricht," sagte einst Professor Ferdinand Porsche, auch er ein Genie, auch er verfemt. Chapman mag für den Tod sechs seiner Piloten eine gewisse Form von Verantwortung tragen, in etwa so wie ein demokratisch legitimiertes Regierungsmitglied die politische Verantwortung für eine bestimmte Massnahme zu tragen hat. Schuld aber trifft ihn persönlich nicht im Geringsten. Die Unfälle von Alan Stacey, Ricardo Rodriguez und Mike Spence waren höhere Gewalt oder Schicksal, das kommt auf den Standpunkt des Betrachters an. Jim Clark starb wegen eines Reifenschadens, Jochen Rindt wegen des Fehlers bei einer Drittfirma, Ronnie Peterson, weil erst ein Konkurrent, dann die behandelnden Ärzte kapitale Fehler gemacht hatten. Die viel zitierten Lotus-Defekte waren Erfindungen der Sensationspresse, Werke von Blutjournalisten, die es bis heute nicht unterlassen können, stets neues Öl ins Feuer zu gießen. Wenn Lotus-Rennwagen zerbrachen, war das meist das Resultat von Produktions- nicht von Konstruktionsfehlern. Chapmans Pläne umzusetzen, war für den Mann an der Werkbank oft extrem schwierig. Und viele von Chapmans Mitarbeitern oder Partnern, wie den Brüdern Frank und Mike Costin oder auch Keith Duckworth, gingen, nicht selten nach heftigem Streit, ganz eigene Wege. Schon aus diesem Grunde hätte es ohne Colin Chapman den Welterfolg von Cosworth niemals gegeben.

Die Liste von Colin Chapmans Erfindungen ist unglaublich lang. Sie reicht vom Monocoque über den Motor als tragendes Element bis hin zum Flügelauto. Chapman, der Flieger, war ein enthusiastischer Aerodynamiker. Er war ein Mann, der die große Linie vorgab, die Routinearbeit wusste er zu deligieren, war aber ein Pedant bei deren Beaufsichtigung. Viele bereits existierende Methoden und Systeme griff er auf, perfektionierte sie und adaptierte sie für den Rennwagenbau. Auch ein Colin Chapman konnte das Rad nicht neu erfinden, aber er war in der Lage, Dinge ganz schnell neu zu definieren. Das Monocoque stammt aus dem Flugzeugbau und die aktive Radaufhängung war ursprünglich dazu gedacht, in Ambulanzwagen auf schlechten Landstrassen für eine ruhigere Fahrt zu sorgen, damit der Patient noch während des Transports hinreichend medizinische Behandlung erfahren konnte. Schonungslose Analysen in Verbindung mit konsequenter Umsetzung gehörten zu Colin Chapman ebenso wie der Wille zur Macht. Als er Ferrari an Siegen übertroffen hatte, war er, obwohl er keinerlei Amt besass, der mächtigste Mann im internationalen Motorsport. Chapman besass Authorität qua fachlicher Kompetenz, aber auch persönlicher Integrität und für seine rund 800 Mitarbeiter ging er durchs Feuer. Group Lotus war in den sechziger und siebziger Jahren wirklich schon ein kleiner Konzern.

Auch in geschäftlichen Angelegenheiten war er ein Pionier. Als 1968 die Nationalfarben für internationale Wettbewerbe im Motorsport freigestellt wurden, war er der erste, der einen Rennwagen komplett in den Farben eines kommerziellen Sponsors präsentierte. Viele Puristen haben Chapman die plötzliche Aufgabe des British Racing Green sehr, sehr übel genommen. Dabei war er doch ein Traditionalist und auch ein Patriot. Chapman schuf Traditionen selbst und hielt sich nicht mit der Konservierung alter Dinge auf. John Player Special war auch im Jahr 2000 noch immer der bekannteste Markenartikel, für den im Grand Prix Sport geworben wurde. Geld war für Colin Chapman nur immer dann ein Problem, wenn keines mehr da war und auch das ist passiert, machen wir uns da ja keine Illusionen. Der Verkauf der Strassenautos, deren Produktion wirtschaftlich unabhängig von Team Lotus Ltd. ablief, geriet mehrfach in eine tiefe Krise. Und nicht immer zahlten Sponsoren, wie sie das hätten tun sollen. Manche sonnten sich im Glanz der Grand Prix Siege, und verschwanden ganz schnell wieder. Es gab für Colin Chapman einige Geschäftspartner, für die wäre das Prädikat unseriös noch ein Kompliment gewesen. Wo grosse Mengen von Geld im Spiel sind, wächst die Begehrlichkeit und manchmal auch die Korruption. Welche Rolle der Zusammenbruch des De Lorean-Projekts in Nordirland (und die seines US-Amerikanischen Urhebers) gespielt hatte, der am Ende von Colin Chapmans ziemlich kurzen Lebens stand, muss offen bleiben. Dem korrekt arbeitenden Beobachter verbieten sich aus naheliegenden Gründen jedwede Spekulationen darüber.

Für Enzo Ferrari stand immer der Motor im Zentrum des Rennwagenbaus. Für Colin Chapman war es das Chassis, der ideale Grand Prix Rennwagen wäre also ein Lotus Ferrari gewesen. In Jim Clark fand Chapman die geniale Ergänzung als Fahrer. Chapman bezeichnete den Schotten als seinen allerbesten Freund, aber ob es umgekehrt allerdings genauso war, da bin ich mir nicht so sicher. Das Deutsche Massenblatt Bild Zeitung, Europas grösste Tageszeitung nannte Colin Chapman kurz nach seinem Tod voller Respekt: Das Gehirn der Formel 1. Dabei ist dieses Boulevardblatt doch eigentlich dafür bekannt, nicht einmal vor den Mächtigen dieser Welt irgendeinen Respekt zu haben. Es wäre gut zu wissen, ob auch die Generationen des dritten Jahrtausends Persönlichkeiten wie Colin Chapman hervorbringen können, aber auch diesbezüglich habe ich da meine Zweifel. Colin Chapmans Leben gab viele Antworten. Sein Tod stellt uns viele Fragen.

Lotus Typennummern

 

 

 

 

Typ

Baujahr

Modell

MK I

1948

Austin-Seven-Special

MK II

1949

Ford/Austin Trial-Wagen.Erster Lotus

MK III

1951

Austin Trial/Rennwagen für den 750er Motor Club

MK VI

1953-55

Lotus Six. Erster Kit-Car

MK VIII

1954

Aerodynamischer Sportrennwagen

MK IX/X

1955

Ableitung des MK VIII

Eleven

1956-58

Sportrennwagen für Zivilen und Renneinsatz

Seven

1957-72

Vier Serien mit verschiedenen Motoren. Später in Lizens bei Caterham ( bis heute ) gebaut.

Type 14

1957-63

Elite

Type 26

1962-66

Elan Cabrio S1 und S2

 

1963-66

Lotus Cortina ( Ford Cortina )

Type 26R

1964-66

Elan als Rennversion

Type 28

1963-66

Elan Coupé S3 / S4 und Sprint

Type 45

1966-73

Elan Cabrio S3 und S4

Type 46

1966-68

Europa S1

Type 47

1966-68

Europa Rennversion mit Twin-Cam Motor

Type 47D

1968

Europa mit V8 ( Einzelstück )  keine Serie

Type 50

1967-74

Elan +2

Type 52

1968

Europa mit Twin-Cam Motor ( Einzelstück ) keine Serie

Type 54

1969-71

Europa S2

Type 60

1969-72

Seven S4 mit GFK Karroserie

Type 65

1969-71

Europa mit USA Karroserie

Type 74

1971-75

Europa Twin-Cam Motor Special

Type 75

1975-80

Elite S1

Type 76

1975-80

Eclat S1

Type 79

1976-81

Esprit S1 und S2

Type 81

1979-81

Talbot Sunbeam Lotus

Type 82

1980-87

Esprit Turbo

Type 83

1980-82

Elite S2

Type 84

1980-82

Eclat S2

Type 85

1981-87

Esprit S3

Type 89

1982-92

Eclat Excel ( Später nur : Excel )

Type 90

ca.1986

Elan Prototype ( Nicht in Serie gegangen )

Type 100

1989-92

M100 Elan mit Frontmotor

Type 104

1990-92

Lotus Omega/Charlton

Type 105/6

1992

X180 Renn Esprit ( nur für die USA )

Type 111

ab 1996

Elise mit allen Ableitungen ( Exige usw… )

Type 114

1996-2003

Esprit V8

Type 118

1999

Projekt M250  Concept Car ( keine Serie )

Type 121

ab 2006

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